KONTAKT
Bundesorganisation- Ansprechperson: Alfred Leitgeb
- Telefon: 01/892 35 34-28
- Email: alfred.leitgeb@naturfreunde.at
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Mit GPS-Daten sicherer unterwegs
Bergsport-Abteilungsleiter Alfred Leitgeb von den Naturfreunden Österreich ist ein Experte für Tourenplanung mit GPS-Geräten und iPhone. Schon seit Jahren forciert er den Einsatz von GPS-Geräten und -Anwendungen auf Bergtouren. Warum, erfahren Sie im folgenden Interview.Muss ich in Sachen Technik ein Profi sein, um GPS-Geräte* richtig zu bedienen?
Nein, überhaupt nicht. Da hat sich in den letzten paar Jahren viel getan. Heute sind die Geräte bedienerfreundlich, und die Menschen sind der Technik gegenüber generell aufgeschlossener. Die Nutzung von GPS-Geräten zieht sich bereits durch alle Altersgruppen und soziale Schichten.
Sind durch den Einsatz von GPS-Geräten Wanderkarten überflüssig?
Nein, ein GPS-Gerät kann Wanderkarten nie völlig ersetzen. Es dient lediglich als Unterstützung für die Tourenplanung und -durchführung. Für mich ist es ein Hilfsmittel. Es darf nicht so weit gehen, dass es zu einer virtuellen Abhängigkeit kommt und ich mich nur mehr am Gerät orientiere.
Was ist der Nutzen einer GPS-gestützten Tour?
Beim Wandern beispielsweise wird es etwa bei Abzweigungen interessant: Leute wählen häufig die falsche Richtung, realisieren das aber nicht gleich. Habe ich ein GPS-Gerät mit, merke ich schon ab dem zehnten Schritt, dass ich mich von der Route entfernt habe. Weiters ist es natürlich von Vorteil, immer seinen Standort zu kennen. Mit einem GPS-Gerät weiß ich stets, wo ich mich aufhalte. Das ist auch für meine Sicherheit wichtig. Wenn es zu einem Unfall kommt, kann ich meine genauen Koordinaten durchgeben. Sehr praktisch ist auch die „Go-To-Funktion“: Damit erfährst du an jedem Punkt deiner Tour, wie weit es noch bis zum Gipfel ist, vorausgesetzt du hältst die bisherige Gehgeschwindigkeit bei. Dank dieser Info kann ich zum Beispiel besser entscheiden, ob es ratsam ist, meine Tour abzubrechen.
GPS-Gerät oder iPhone-Applikation? Was ist eher zu empfehlen?
Beides hat Vor- und Nachteile. Der größte Unterschied liegt sicherlich in der Batteriedauer. Die Batterie eines GPS-Geräts hält länger, und das Gerät ist wasserdicht und weniger empfindlich. Der Vorteil eines iPhones liegt darin, dass ich über eine Landkarte alle Hütten angezeigt bekomme. Mit einem Touch am Display kann ich sogar Hütten direkt kontaktieren; außerdem habe ich die Möglichkeit, die aktuellen Wetterdaten abzurufen. Alle diese Funktionen sind eine enorme Organisationshilfe.
Wie wichtig ist der Einsatz von GPS-Geräten auf Skitouren?
Auf Skitouren sind GPS-Geräte oder -Anwendungen notwendiger als auf Wanderungen. Während beim Wandern zumeist noch ein Weg vorhanden ist, kann man sich auf Skitouren doch recht schnell verirren. Vor allem, wenn Nebel einfällt. Mithilfe der GPS-Technologie hat man noch am ehesten die Möglichkeit, gesund ins Tal zu kommen.
Wie bereite ich mich auf eine Wanderung oder eine Skitour optimal vor?
Am besten statte ich dem Tourenportal der Naturfreunde Österreich www.tourenportal.at einen Besuch ab, schaue mir die ins Auge gefasste Tour im Detail an und lade die GPS-Daten auf mein GPS-Gerät oder iPhone. Unser Tourenportal ist ein fantastisches Planungsmedium, das GPS-Daten von mehr als 3300 Touren, ausführliche Routenbeschreibungen mit Fotos, hoch aufgelöste Luftaufnahmen, aktuelle Wetterberichte und noch vieles mehr bietet. Karten über die Hangneigung und Angaben zur Lawinensituation helfen mir beispielsweise dabei, bereits im Vorfeld Gefahren abschätzen zu können. Mit den bereits im Vorfeld gesammelten Informationen kann ich dann im Gelände bessere Entscheidungen treffen.
Und nach einer Tour kann ich mir mithilfe des GPS-Gerätes anschauen, wo ich gegangen bin und wie lange ich unterwegs war. Auch das Höhenprofil wird mir gezeigt. Sämtliche GPS-Tourendaten kann ich natürlich meinen Freunden als Vorschlag für einen Ausflug schicken.
* GPS = Gobal Positioning System = globales Navigationssatellitensystem zur Positionsbestimmung




