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Geschichte der Naturfreunde

Ein Überblick über alle Highlights einer 115-jährigen Geschichte:

Gegründet wurden die Naturfreunde 1895 als Touristenverein in Wien. Schon im Zeitalter des beginnenden Tourismus bemühten sie sich, einer breiteren Bevölkerungsschicht naturnahe und kostengünstige Freizeit- und Reiseaktivitäten zu ermöglichen. Die Basis der Naturfreunde war schon seit jeher freundschaftliches Miteinander, unter Einbindung aller Randgruppen, attraktive und zeitgemäße Freizeitaktivitäten sowie der schonende Umgang mit der Natur und Umwelt.

 
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1895
Die erste Gruppe des Touristenvereins "Die Naturfreunde" wird in Wien mit dem Ziel gegründet, Arbeiterfamilien Freizeit und Erholung in der Natur zu ermöglichen. Die neue Bewegung breitet sich rasch in ganz Österreich und Europa aus. 1905 bilden sich die ersten Gruppen in Deutschland und in der Schweiz.

1896
Erster alpiner Ausbildungskurs in Wien Ottakring

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1897
Am 15.07.1897 erschien die 1. Ausgabe der Vereinszeitschrift "Der Naturfreund" in einer Auflage von 400 Stück.

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1905
Gründung der Naturfreunde Internationale

Die erste Skischule öffnet ihre Pforten, und tausende Mitglieder lernen auf den Wiesen im Wienerwald die Skitechnik nach Zdarsky.

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1906
Die Naturfreunde beginnen einen acht Jahre langen Kampf um das freie Wegerecht im Bergland. Nach dem Ersten Weltkrieg wird in einigen Bundesländern das freie Wegerecht im Bergland gesetzlich verankert, 1975 die freie Begehbarkeit des Waldes.

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1907
Eröffnung des ersten Naturfreundehauses auf dem Padasterjoch in Tirol

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1910
Der "Naturschutz" wird als Vereinsziel in die Statuten aufgenommen.

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1918
Im Ottakringer Arbeiterheim beginnt eine Vortragsreihe über Touristik - der Beginn der erfolgreichen Wiener Bergsteigerschule.

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1926
Mit dem "sozialen Wandern" entwickeln die Naturfreunde eine neue Praxis, die Freizeit und Erholung mit kritischem Schauen und Lernen verbindet.

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1930
1. Arbeiterexpedition in den Kaukasus

1934
Die Naturfreunde werden aus politischen Gründen verboten. Das Vermögen der Organisation wird konfisziert, die Häuser faschistischen Vereinen übertragen. Viele Mitglieder betätigen sich im antifaschistischen Widerstand.

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1945
Wiedergründung der Landesverbände der Naturfreunde

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1948
1. internationale Wildwasserwoche, veranstaltet in Großreifling

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1952
Eröffnung des Dr.-Karl-Renner-Hauses in Saalbach-Hinterglemm

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1953
Errichtung des Feriendorfes "La Mora" in Calvi auf der Insel Korsika

1955
1. internationale Wintersportwochen

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1956
Die Naturfreunde Sepp Larch, Fritz Moravec und Hans Willenpart stehen als erste Menschen auf dem Gipfel des 8053 m hohen Gasherbrum II.

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1958
Die Naturfreunde fordern die Errichtung eines Nationalparkes in den Hohen Tauern und stellen dafür Grundbesitz im Gebiet des Hohen Sonnblicks zur Verfügung.

1962
Eröffnung der Hochgebirgsschule Glockner-Kaprun auf dem Moserboden

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1968

Das von Fritz Moravec entwickelte Konzept der "Kinderseilschaften" wird erstmals in der Praxis erprobt. Tausende Kinder haben seit damals gelernt, wie man sich in den Bergen sicher verhält.

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1978
Oberösterreichische Expedition auf den Nanga Parbat (8.125 m) über die Diamirwand.

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1980
Funktionäre und Mitglieder sammeln 110.000 Unterschriften für die Errichtung des Nationalparks Hohe Tauern. Am Sonnblick in Kolm-Saigurn werden 11 km2 zum Nationalpark-Modellgebiet erklärt. Hier errichten die Naturfreunde Erlebniswanderwege und eine Nationalpark-Informationsstelle.

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1981
Eröffnung des Wildwasserzentrums in Wildalpen.

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1989
Die Naturfreunde starten das Projekt "Landschaft des Jahres". Alle zwei Jahre wird eine grenzüberschreitende Region von exemplarisch ökologischer Bedeutung zur "Landschaft des Jahres" erklärt. Damit will man über das Anliegen einer nachhaltigen Entwicklung informieren und diesbezügliche Projekte in den ausgesuchten Regionen anregen. In Österreich wurden folgende Regionen als Landschaften des Jahres ausgezeichnet: Bodensee, Neusiedlersee, Lesachtal und Böhmerwald/Sumava

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1990
Die Öffentlichkeit wird über das sinnvolle Miteinander von Sport und Umwelt im Rahmen diverser Kampagnen informiert.

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1991
Gründung des Referates "Team Alpin"

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1993
Erstmalige Veranstaltung der ökologischen Schulexkursionen zum Thema "Gewässerpatenschaft" beim Halterbach in Wien.

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1995
Die Naturfreunde feiern ihr 100-jähriges Bestehen. Das Jubiläum wird mit zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen sowie einer Expedition auf den höchsten Berg der Welt, den Mount Everest, begangen. Die Naturfreunde werden mit einer Sonderpostmarke ausgezeichnet.

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1996
Beginn der internationalen Kampagne "Blaue Flüsse für Europa", die noch immer läuft und sich in erster Linie an jene wendet, die vom Zustand eines Gewässers unmittelbar betroffen sind - zum Beispiel an Menschen, die an einem Bach, Fluss oder See leben. Sie sollen motiviert werden, sich im Rahmen von Patenschaften für die Erhaltung möglichst naturnaher Gewässer einzusetzen.

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1997
Die Naturfreunde errichten die ersten Indoor-Kletterwände und forcieren die Sportkletterbewegung

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1998
Die 1. ökologische Schullandwoche wird am Pressegger See in Kärnten veranstaltet.

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1999
Gründung der Naturfreunde-Akademie

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2000
Start der internationalen Kampagne "Grüne Wege in die Zukunft". Ihr Ziel ist die Vermittlung von Natur und Kultur auf lokaler, regionaler und internationaler Ebene. Das groß angelegte Projekt "Kulturweg Alpen" wird im Zuge dieser Umweltaktion realisiert. Der aus einer Süd- und einer Nordroute bestehende, rund 1700 km lange "Kulturweg Alpen" wird im Frühjahr 2002 feierlich eröffnet werden.

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2001
Eine Naturfreunde Expeditionsgruppe aus Oberösterreich ist am 5.höchsten Berg der Welt, dem Makalu (8.463m), erfolgreich.

Die Naturfreunde liegen mit ihren neuen Angeboten "Nordic Walking" und "Qigong" voll im Trend.

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2005
Die Naturfreunde Österreich erhalten einen neuen Vorsitzenden. Nach 33-jähriger Präsidentschaft legte Bundespräsident Dr. Heinz Fischer seine Funktion zurück und erhielt die Ehrenpräsidentschaft verliehen. Dr. Karl Frais wurde bei der Bundeskonferenz in Salzburg als neuer Naturfreundevor­sitzender gewählt.

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Die Naturfreunde erhalten Auszeichnung für sanftes Reisen: den Jost Krippendorf-Preis 2004

Am 17. März 2005 wurde im Casino Baden der Preis für soziale und ökologische Nachhaltigkeit im Tourismus vom Österreichischen Verein für Touristik (ÖVT) an die Naturfreunde Österreich vergeben.

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2006
Mit einem Mega-Event feiern die Naturfreunde auf der Turracherhöhe „100 Jahre Wintersportgeschichte“. Heute wie damals sind sie ein kompetenter Partner im Wintersport und betreuten in der Wintersaison 2004/2005 an 3.807 Kurstagen von 463 Instruktoren 27.248 Teilnehmer! Jährlich sind es österreichweit rund 50.000 Kinder, die bei den Naturfreunden einen Skikurs besuchen.

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Team-Tours, das Outdoor-Reisebüro der Naturfreunde startet im Winter 2005/2006 mit seinem vielfältigen Veranstaltungsprogramm, wie Berg- und Trekkingtouren in Asien, Afrika und Amerika, eine Wüstenreise in Libyen, Paddeln auf dem Yukon sowie spezielle Bergveranstaltungen für Frauen.

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2007

Das älterste Naturfreunde Haus am Padasterjoch/Tirol feiert seinen 100. Geburtstag

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2008

Start der Kampagne "Umsteigen vorm Aufsteigen" - klima:aktiv die Berge erleben. Die Naturfreunde Österreich möchten möglichst viele BesucherInnen von Naturfreunde-Hütten dazu motivieren, die An- und Abreise klimaverträglich zu gestalten. In jeder Ausgabe "Naturfreund" werden diesbezüglich Hütten inkl. Tourenvorschläge vorgestellt