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Die fünf häufigsten Fragen

Jedes Naturfreunde-Mitglied ist automatisch gegen die Folgen von Freizeitunfällen versichert und haftpflichtversichert. Natalie Hahnenkamp steht für Auskünfte und für die Abwicklung im Ernstfall zur Verfügung. Im Folgenden beantwortet sie die fünf häufigsten Fragen.

 

 

1. Freizeit-Unfallversicherung und SOS-Auslandsreiseversicherung: Was ist der Unterschied?

Die Freizeit-Unfallversicherung ist weltweit gültig, und die Prämie ist im Mitgliedsbeitrag inkludiert. Diese Versicherung bezieht sich auf Freizeitunfälle im Rahmen von sportlichen Aktivitäten und wenn man in Berg- oder Wassernot gerät; sie gilt aber nicht bei Unfällen und Erkrankungen jeglicher Art.

Die SOS-Auslandsreiseversicherung kann man ergänzend abschließen, wenn man auch außerhalb Österreichs unterwegs ist. Mit dieser Zusatzversicherung ist man bei Unfällen und Erkrankungen jeglicher Art versichert; stationäre Spitalskosten und Rückholkosten werden ebenfalls abgedeckt (betragliche Limits siehe Frage 4).

 

Zur Veranschaulichung ein Beispiel: Ist man in Frankreich auf Urlaub und hat einen Schiunfall, sind mit der Freizeit-Unfallversicherung die Berge- und Rückholkosten versichert. Die Spitalskosten würden aber nicht abgedeckt werden. Stürzt man im Hotel über die Stufen oder erkrankt man und muss in die Heimat überstellt werden, wäre das auch nicht in der Freizeit-Unfallversicherung enthalten. Wurde jedoch die SOS-Auslandsreiseversicherung abgeschlossen, sind die Spitals- und die Rückholkosten versichert.

 

 

2. Gibt es Höhenmeter- und Kletterschwierigkeitsgradbegrenzungen?

Nein, gibt es nicht! Es wird nur gebeten, der Versicherungsabteilung der Naturfreunde Österreich Expeditionen bekanntzugeben.

 

 

3. Gilt die SOS-Auslandsreiseversicherung auch für AusländerInnen und sind Bergekosten inkludiert?

Die SOS-Auslandsreiseversicherung gilt nur für AusländerInnen, die in Österreich einen Zweitwohnsitz haben und die Versicherung mit Angabe des österreichischen Wohnsitzes abschließen. Die Abgeltung von Bergekosten ist in der Auslandsreiseversicherung nicht inkludiert.

 

 

4. Gibt es für die Versicherungsleistungen eine zeitliche Begrenzung?

 Von jeder Versicherung wird entweder ein zeitliches oder ein betragliches Limit vorgegeben. Von dem ist es abhängig, wie lange die Versicherung im In- bzw. Ausland gültig ist.
Da die Freizeit-Unfallversicherung sowohl bei den Bergekosten (25.000 €) als auch bei den Rückholkosten (25.000 €) ein betragliches Limit hat, gilt der Versicherungsschutz weltweit für das ganze Jahr.


Bei der SOS-Auslandsreiseversicherung gibt es bei den stationären Spitalskosten ein betragliches Limit (13.000 €); somit gilt dieser Versicherungsschutz für das komplette Jahr. Da die Rückholkosten kein betragliches Limit haben, hat man einen achtwöchigen Versicherungsschutz ab Abreisedatum - das jedoch beliebig oft im Jahr.

 

 

5. Herzinfarkt - was zahlt die Versicherung?

Die Freizeit-Unfallversicherung bezieht sich auf Freizeitunfälle im Rahmen von sportlichen Aktivitäten und wenn man in Berg- oder Wassernot gerät. Wenn man also in unzugänglichem/unwegsamem, alpinem Gelände einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erleidet, ist die Abdeckung der Hubschrauberkosten inkludiert. Passiert der Herzinfarkt in der Nähe einer Straße, auf der ein Rettungswagen zum Patienten kommen kann, werden die Hubschrauberkosten nicht übernommen.

Erleidet man einen tödlichen Herzinfarkt auf einer Wanderung, sind die Bergekosten, da es kein Unfall war, auch nicht inkludiert.

 

Sollte einer der beiden Fälle eintreten und es keine andere Versicherung geben, mit der solche Kosten gedeckt sind, hilft die Versicherungsabteilung der Naturfreunde Österreich gerne, dass diese Rechnungen beim Hubschrauberunternehmen ausgelobt (= erlassen) und somit die Hinterbliebenen nicht mit den horrenden Kosten belastet werden.

Freizeit-Unfall-Versicherung

Bergungskosten: bis zu 25.000 €

Rückholkosten: bis zu 25.000 €

(Versicherungsschutz besteht auch bei akuten medizinischen Notfällen wie Herzinfarkt oder Kreislaufschwäche.)

Dauernde Invalidität: bis zu 20.000 € (ab einem Gesamtinvaliditätsgrad von 25 %)

 

Auslandsreisezusatzversicherung

In dieser Ausgabe des Magazins „Naturfreund“ ist ein Zahlschein für die beliebte und weltweit gültige Auslandsreiseversicherung mit Spitalskostenersatz und SOS-Rückholdienst für 2018 eingeheftet; die Prämie beträgt 11 €. Diese Zusatzversicherung bietet einen ärztlich angeordneten Rückholdienst (jeweils für die ersten acht Wochen einer Auslandsreise, beliebig oft im Jahr) ohne Kostenobergrenze und deckt einen stationären Spitalsaufenthalt bis zu 13.000 €, und zwar nicht nur bei Unfällen jeglicher Art, sondern auch im Krankheitsfall (ohne Alterslimit). Man ist ab dem Tag nach der Einzahlung versichert. Die Versicherung kann auch für Angehörige abgeschlossen werden, die nicht Mitglied der Naturfreunde sind.

Mit der weltweiten Unfallversicherung sind Naturfreunde-Mitglieder bestens versichert: Nach einem Berg- oder Freizeitunfall müssen sie sich nicht auch noch vor einer Kostenlawine (z.B. wegen einer Hubschrauberbergung) fürchten.
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