Dolomiten

Am Wochenende 20./21. Juni 2015 ist in Österreich unsicheres Wetter angesagt – Patrick und ich (Babsi) entscheiden uns deshalb spontan dafür im Süden bessere Verhältnisse zu suchen. Die Wahl fällt auf die „Pilastro“, ein Extremklassiker der alten Schule an der Tofana di Rozes.


Freitagabend sammelt mich Patrick in Innsbruck auf und wir machen uns auf den Weg nach Cortina d´Ampezzo, durchs Pustertal und vorbei an den beeindruckenden Nordwänden der drei Zinnen.


Obwohl die Dolomiten fast vor der Haustüre stehen, haben sie immer noch nichts von ihrer Besonderheit verloren und begeistern immer wieder aufs Neue – eine Welt voll von Sagen, tiefen grünen Tälern und steilen Wänden.


Spät kommen wir an und ebenso früh machen wir uns am nächsten Tag auf den Weg. Die Kletterei ist von Anfang an schön – steil, griffig und eine beeindruckende Linie durch zwei Dächer, an die sich ein Kaminsystem anschließt.


Dass sich die Sonne nicht zeigt wird erst auffällig als sich weiße Vorhänge nähern und uns 5 Seillängen lang schönsten Schnee schenken – so mancher Skifahrer hätte seine Freude damit gehabt! Wir sind mehr damit beschäftigt Gefühl in unsere Hände zu bringen als plötzlich überraschend die Sonne zurückkommt, genau rechtzeitig zu den Schlüssellängen durch die Dächer und für den berüchtigten „Maultierrücken“.


Nach oben hin wird die Wand immer leichter und bald stehen wir am Ausstieg. Kälte und die Vorfreunde aufs Gulasch, das im Auto wartet, bringen uns schnell wieder auf den Parkplatz, vorbei an alten Kriegsstellungen und genialen Ausblicken auf die Dolomiten, wo noch so viele andere Ziele warten.

 

Text von Babsi Vigl


 

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