Eiger Nordwand ( Heckmaier)

Eiger Nordwand ( Heckmaier)

 

Nachdem ich im Dezember schon einmal die Heckmaier Route mit Xari Mayr an einem Tag durchstiegen habe, fragte mich Robert Grasegger ob ich nicht Lust hätte mit ihm die Eigernordwand nochmal zu durchsteigen. Nach kurzem Überlegen entschied ich mich die Tour ein zweites mal zu absolvieren.

 

Am 05.05.2016 kam dann Robert zu mir und wir fuhren los nach Grindelwald. Fünf Stunden später waren wir dann endlich angekommen. Gemütlich packten wir unser Material zusammen, zogen uns um und fuhren mit der Zahnradbahn hoch zum Eiger Gletscher.

 

Eigentlich wollten wir in unserem Zelt übernachten, doch wir fanden einen schönen Platz mit Glaskuppel.

Um drei Uhr ging es dann auch schon los wir stiegen zur Wand zu, während schon eine andere Seilschaft losgelegt hatte.

 

Nach kurzer Zeit haben wir sie dann überholt und wir übernahmen das Spuren.

Als wir dann am schweren Riss angekommen waren begann es zu dämmern und ein schönes Morgenrot stellte sich ein.

 

Zügig kletterten wir den schweren Riss, welcher leicht vereist war. Wir kamen zügig voran und die Kletterei machte uns riesigen Spaß.

 

Den Hinterstoiserquergang führte dann wieder ich und kletterte dann bis zum zweiten Eisfeld, worauf Robert dann wieder die Führung übernahm.

Endlich am Todesbiwak angekommen tranken und kochten wir uns Wasser, aßen was und ruhten uns ein paar Minuten aus.

 

Wir kletterten dann die komplette Rampe in zwei Seillängen. Nun kam der Wasserfallkamin den wir ohne Probleme meisterten. Am Rampeneisfeld angekommen machte ich Stand und sicherte Robert hinterher.

Robert kletterte nun souverän bis zum Brüchigenband, dort tranken wir dann nochmal was. Nach schönster Kletterei durch den Brüchigenriss waren wir dann am Götterquergang angelangt.

 

Die Sonne schien uns warm ins Gesicht und wir überlegten ob wir weiter klettern sollten oder an diesem schönen Platz zu biwakieren. Da es doch noch einige Meter bis zum Gipfel waren entschieden wir uns kurzerhand zum Biwak.

Die Seilschaft hinter uns lieh uns einen Schlafsack und gesellte sich zu uns. Nach einem wunderschönen Sonnenuntergang brach die Nacht herein, welche etwas kalt wurde. Nach ein paar Stunden Schlaf ging es dann endlich wieder los. Und es ging für mich gleich in den Götterquergang, an der Spinne angekommen war mir auch wieder warm. Robert kam nach und ich kletterte gleich weiter.

 

Wir kletterten am laufenden Seil, wodurch wir zügig voran kamen. Nach dem leicht vereisten Quarzriss haben wir die Austiegsrisse erreicht, die uns schönste Kletterei boten.

 

Nun mussten wir noch das blanke Gipfeleisfeld überwinden und dann standen wir auch schon auf dem Gipfel.

Wir aßen und tranken etwas, packten unser Material ein und machten uns rasch an den Abstieg, da wir noch die Zahnradbahn erwischen wollten. Der Abstieg wies super Verhältnisse auf, wodurch wir in zwei Stunden an der Bahnstation ankamen. Erschöpft aber glücklich fuhren wir mit der Bahn nach Grindelwald, während der Fahrt ließen wir die Tour Revue passieren und waren sehr stolz auf uns.

 

Alles in allen war es mal wieder eine großartige Tour.

 

 

Text Thomas Holler, Mitglied des Alpinkaders

 

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