Notfallseminar am Wiesberghaus

Am Wochenende (23. bis 25. September 2016) stand für uns in Vorbereitung auf die Abschlussexpedition ein Notfallseminar an. Nach einem tollen Sommer mit vielen Trainingstouren wollten wir nun auch in Bergrettung und Höhenmedizin fit werden, um nächsten Sommer optimal vorbereitet zu sein.

Der Arzt und Hüttenwirt Klaus Kritzinger erwartet uns bereits am Wiesberghaus im Dachstein und legt gleich los: nach Reanimationstraining bekommen wir alle nötigen Infos zu Symptomatik und Erstversorgung von höhenspezifischen Krankheiten wie Lungen- und Hirnödem, Höhenkrankheit und Erfrierungen. Im Anschluss werden wir gleich ins kalte Wasser geworfen und müssen im Klettergarten einen Notfall lösen. Das Szenario: Nachstiegssturz mit Schädelverletzung und Oberschenkelbruch.

 

In etwas chaotischer Teamarbeit liegt unser verletzter Patrick nach einer halben Stunde endlich erstversorgt in dem Biwaksack und ist zum Abtransport bereit. Nach getaner Arbeit besprechen wir unseren „Einsatz“ mit Timo nach und üben die einzelnen Inhalte in Ruhe. Lastübertragungen, verschiedene Flaschenzüge und Abseilen eines Verletzten mit Seilverlängerung sind unsere zentralen Punkte.

 

Am Ende des Tages haben wir wertvolle Komponenten der Kameradenrettung gelernt, die wir beliebig für unterschiedliche Szenarien kombinieren können. Denn „jeder Notfall ist eine einzigartige Situation“, für die wir uns jetzt besser gewappnet fühlen – auch wenn wir unser Wissen hoffentlich nicht brauchen werden!  Schon wieder sind wir in der Expeditionsvorbereitung einen Schritt weiter – Danker Timo und Klaus!

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