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Sicher unterwegs am Klettersteig

Das Klettersteiggehen hat sich in den letzten Jahren zu einer richtigen Trendsportart entwickelt. Hat man die adäquate Ausrüstung und das nötige Know-how, ist das Begehen von Klettersteigen prinzipiell für jeden Hobbywanderer möglich.

Steile Felswände und Grate üben auf viele Bergbegeisterte eine große Faszination aus. Aber nicht jeder kann oder will das Klettern durch hohe Felswände erlernen und ausüben. Die Lösung sind Klettersteige mit im Fels verankerten Sicherungspunkten und Steigleitern, fixierten Stahlseilen zur Fortbewegung und Sicherung, Hängebrücken sowie Trittstiften. Klettersteige ermöglichen dem Bergwanderer das Vordringen in sonst unerreichbare Regionen des Gebirges. So lassen sich höchster Erlebniswert und vergleichsweise geringes Risiko verbinden.

 

Das sogenannte Klettersteiggehen ist im Laufe der letzten Jahre zu einer großen touristischen Attraktion geworden und gilt mittlerweile als Trendsportart. Kein Wunder, dass auch die Anzahl der Klettersteige dementsprechend steigt.

 

Bei richtiger Ausrüstung und korrekter Handhabung ist das Begehen eines Klettersteiges prinzipiell für jeden Hobbybergsteiger möglich: Mit zwei Karabinern und einer Klettersteigbremse an einem durchgehenden Stahlseil vom Einstieg bis zum Ausstieg gesichert klettert man an künstlichen Haltegriffen und Steigbügeln kombiniert mit natürlichen Griffen an der Felswand. In variierenden Abständen von drei bis fünf Metern befinden sich Ankerpunkte, die bei einem Sturz die Fallhöhe begrenzen.

 

Trotzdem sind Klettersteige umstritten bzw. nicht ganz ungefährlich. Denn ein Sturz wird zwar abgebremst, allerdings teilweise so heftig, dass es zu schmerzhaften Verletzungen kommen kann. Deshalb wurden Klettersteigsets mit eingebauten Fallstoßdämpfern entwickelt, die den Sturz dynamisch bremsen.

 

Klettersteigset SKYRIDER mit SKYTURN

Das Klettersteigset SKYRIDER ist die Innovation in Sachen Sicherheit am Klettersteig. Es kombiniert zwei völlig neuartige Systemkomponenten. Zum einen den neuen Stahlkarabiner SKYSAFE aus leichtem, rostfreiem INOX-Stahl, der über eine sehr hohe Kantenfestigkeit und besten Grip verfügt; zudem erleichtern der Key-Lock-Verschluss und die extrem große Verschlussöffnung (31 mm) das Klippen. Zum anderen ist das SKYRIDER-Klettersteigset statt mit einem zweiten Karabiner mit einem neuen Verbindungselement ausgestattet – mit dem SKYTURN.

 

Das Verbindungselement SKYTURN ersetzt den Karabiner an einem Ende des Sets und wird mit einem Verriegelungsknopf automatisch gesichert. Bei einem Sturz übt das SKYTURN eine Klemmwirkung auf das Stahlseil aus, der Stürzende wird in der Position gehalten. Somit wird das Risiko absturzbedingter Verletzungen drastisch reduziert. Die Klemme läuft auf Brusthöhe am Sicherungsseil mit und bremst im Ernstfall den Sturz sofort sanft ab.

 

Der SKYTURN ist einfach zu bedienen und umzuhängen und bietet hohe Sicherheit bei geringem Gewicht. Die elastischen Bänder des SKYRIDER-Klettersteigsets verhindern durch eingearbeitete Gummizüge ein Hängenbleiben oder Verhaken des Bandmaterials.

 

Wenn am Klettersteig kein Stahlseil für die Turn-Klemme vorhanden ist, kann zur klassischen Verwendung ein Karabiner im SKYTURN eingehängt werden.

 

Das Set ist auch für Kinder geeignet.

 

Tipps für das Begehen von Klettersteigen

  • Vor jeder Klettersteigbegehung muss eine umfassende Tourenplanung erfolgen:
  • Das Begehen von Klettersteigen ist ausschließlich mit moderner Klettersteigausrüstung zu empfehlen, die aus Klettergurt, moderner Klettersteigbremse, Steinschlaghelm, festen Bergschuhen, Klettersteighandschuhen und anforderungsgerechter Bekleidung besteht. Zusätzlich gelten die üblichen Sicherheits- und Vorbereitungsmaßnahmen wie beim Wandern und Bergsteigen.
  • Klettersteige sind bei Wetterverschlechterungen besonders gefährdet: Die Drahtseilverankerungen können zu Blitzableitern werden.
  • Vor allem im Frühjahr muss man mit Altschneeresten rechnen und diese bei der Planung unbedingt mit berücksichtigen.
  • Für den Rückzug aus dem Klettersteig z. B. wegen eines Notfalls ist eine ausreichend große Zeitreserve einzuplanen.
  • Damit es nicht zu einem „Point of no Return“ kommt, sind Wetter, Kondition und Zeitplan laufend zu überprüfen.
  • Aufgrund der steigenden Beliebtheit von Klettersteigen begegnet man natürlich auch immer mehr Klettersteiggehern. In der Zeitplanung ist zu berücksichtigen, dass das Überholen meist nicht bzw. nur sehr schwer möglich ist. Wenn einem jemand entgegenkommt, muss man an einem geeigneten Platz (in einer Felsnische, auf einem Absatz oder breiterem Felsband) ausweichen.
  • Leichtere Teilstücke von Klettersteigen sind oft nicht mit Sicherungen versehen – zum Begehen von Klettersteigen sind daher absolute Trittsicherheit im alpinen Gelände und Schwindelfreiheit unabdingbar.

 

    Text von Mag. Peter Gebetsberger, staatlich geprüfter Berg- und Skiführer, Abteilungsleiter von Naturfreunde sports

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