Den Auftakt bildete das Eisklettern im Eispark nahe dem Matreier Tauernhaus. Nach einer Einführung in die Grundlagen konnten die Teilnehmer an unterschiedlichen Eislinien ihre Technik verfeinern und wertvolle Erfahrungen im steilen Gelände sammeln. Dabei standen neben der Klettertechnik vor allem effiziente Bewegungsabläufe, sicheres Steigen und der richtige Umgang mit Eisgeräten im Fokus.
An den folgenden Tagen verlagerte sich der Schwerpunkt auf das winterliche Hochgebirge. Im Rahmen einer Skitour auf den Hochgasser wurden Themen wie Tourenplanung, Orientierung, Lawinenbeurteilung, Spuranlage und der Umgang mit LVS-Geräten intensiv behandelt. Ein besonderes Highlight war der gemeinsame Bau eines Schnee-Biwaks, das den Teilnehmern als Unterkunft für die Nacht diente. Nach mehreren Stunden Schaufelarbeit entstand eine beeindruckende Schneehöhle, in der die Gruppe eine klare Winternacht verbrachte.
Am nächsten Morgen wurden Schneeprofile gegraben und analysiert – ein zentraler Bestandteil der Lawinenkunde und ein wichtiger Baustein für sichere Entscheidungen im winterlichen Gebirge.
Zum Abschluss führte das Modul nochmals ins steile Eis: In der Umbaltaler Eisarena konnten die Teilnehmer das Erlernte selbstständig anwenden und anspruchsvollere Eisklettertouren bewältigen. Unter der Aufsicht ihres Ausbildners entwickelten sie ihre Fähigkeiten weiter und gewannen zusätzliches Vertrauen in ihre eigenen Entscheidungen. Den Abschluss bildeten Theorieeinheiten sowie intensive Übungen zur LVS-Suche, denn die kontinuierliche Ausbildung im Bereich Sicherheit bleibt eine der wichtigsten Grundlagen des Alpinismus
Das Wintermodul in Osttirol zeigte eindrucksvoll, wie vielfältig moderne Alpinkader-Ausbildung ist: Technisches Können, fundiertes Sicherheitswissen, eigenverantwortliches Handeln und Teamarbeit gingen Hand in Hand – und boten den Teilnehmern unvergessliche Erlebnisse im winterlichen Hochgebirge.