vorarlberg.naturfreunde.at

Aktuelles aus dem Referat Umwelt

Die Landesregierung hat Ende Juni 2026 die Grundzüge einer Novelle vorgestellt, mit der das Gesetz über Naturschutz und Landschaftsentwickung (GNL) „modernisiert und entbürokratisiert“ werden soll. Eine Allianz von 8 Naturschutzorganisationen warnte in einem gemeinsamen Appell an LH Wallner und dem zuständigen LR Gantner vor einem weitreichenden Rückbau des Naturschutzes in Vorarlberg.

 

Nun hat sich auch eine Gruppe gebildet, bestehend aus Naturschutzorganisationen und besorgten Privatpersonen, die sich klar gegen einen Abbau und eine Schwächung des Naturschutzes, bzw. Zurücknahme von Naturschutzregelungen in Vorarlberg ausspricht.

Worum es dabei geht ist auf der Homepage www.v-natur.at beschrieben. Bitte reinschauen!

 

Wer mit uns aktiv werden möchte, kann sich unter naturschutzgesetz.bleibt@gmx.at anmelden.

 

Im Radio Vorarlberg ist ein " Neues bei Neustätter" in der KW 35 zur Novellierung des GNL geplant. Es wäre gut, wenn dann viele von uns anrufen und ihre Bedenken äußern. Der genaue Termin steht noch nicht fest.

 

Danke, dass ihr gemeinsam mit mir unsere Naturschutzgesetze verteidigt!

Doris Zucalli/ Referentin für Natur und Umweltschutz

Liebe Alle,

 

unter dem Deckmantel der „Vereinfachung“ droht eine Aufweichung der europäischen FFH- und Vogelschutzrichtlinien – und damit jener Gesetze, die seit Jahrzehnten unsere wertvollsten Lebensräume und zahlreiche bedrohte Tier- und Pflanzenarten schützen. Dabei hat bereits ein Fitness-Check der EU-Kommission bestätigt: Die Richtlinien sind zukunftsfit. Nicht die Gesetze sind das Problem, sondern ihre unzureichende Umsetzung und fehlende Ressourcen für den Naturschutz. Wollen wir die Biodiversitäts- und Klimakrise bewältigen und unsere Lebensgrundlagen erhalten, müssen die bestehenden Naturschutzgesetze gestärkt statt geschwächt werden!

Jetzt aktiv werden – jede Stimme zählt!

 

Als Privatpersonen können wir ein wichtiges Zeichen setzen: Unterstützt bitte mit mir die europaweite „Hands off Nature“-Kampagne und helft mit, unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu bewahren. Gemeinsam können wir deutlich machen, dass unsere Naturschutzgesetze gestärkt und konsequent umgesetzt werden müssen – nicht geschwächt. Unterzeicnet HIER die Hands-off-Nature-Petition!

 

Danke, dass ihr gemeinsam mit mir unsere Naturschutzgesetze verteidigt!

Doris Zucalli/ Referentin für Natur und Umweltschutz

Endbericht „Almwirtschaft und Tourismus: Konfliktpotential“

 

 

Die Studie „Almwirtschaft und Tourismus: Konfliktpotential“ vom Konrad-Lorenz-Institut für Vergleichende Verhaltensforschung, soll helfen, die Mensch-Rind Beziehung auf den Almweiden zu entschärfen. Siehe aktuelle Studie der Veterinärmedizinischen Universität Wien

 

Ein zentrales Ergebnis ist, dass große Herden nicht grundsätzlich aggressiver sind als kleine. Entscheidend für das Verhalten der Tiere sind vielmehr die soziale Organisation innerhalb der Herde, die Gruppenzusammensetzung sowie Haltungs- und Managementfaktoren. Sozial stabile Herden mit gefestigten Beziehungen zwischen den Tieren zeigen tendenziell ruhigere und besser koordinierte Reaktionen auf Störungen.

 

Neu ist auch die Erkenntnis, dass nicht nur sichtbare Reize, sondern gleichzeitig akustische (Bellen, Bewegung) und olfaktorische Reize problematisch sind. . Die Untersuchungen zeigen, dass Hunde- und Wolfsgerüche bei Rindern starke Furcht- und Stressreaktionen auslösen können. Der Geruch eines Hundes erwies sich dabei als einer der stärksten Einflussfaktoren auf das Verhalten der Tiere. Dies könnte erklären, warum Konfliktsituationen auch dann weiter bestehen können, wenn ein Hund bereits außer Sichtweite ist.

 

Auch ist nicht jedes Geräusch problematisch, doch lautes, abruptes oder anhaltendes Geräuschverhalten – insbesondere in Kombination mit Hunden – kann die Aufmerksamkeit von Rindern stark auf sich ziehen und Annäherungsreaktionen begünstigen. Empfehlungen sollten daher weniger auf „Angstvermeidung“ bei Kühen abzielen, sondern auf die Reduktion unnötiger akustischer Reize, etwa durch ruhiges Verhalten, das Vermeiden von Rufen und das enge Führen von Hunden.

Insgesamt verdeutlichen die Ergebnisse, dass vor allem das Zusammenspiel von visuellen, akustischen und olfaktorischen Reizen auf Almweiden zentrale, oft unterschätzte Faktoren für das Entstehen von Interaktionen zwischen Menschen und Rindern sind.

 

Die Empfehlung des Studienautors ist, dass in unmittelbarer Nähe von Rindern, insbesondere Mutterkühen mit Kälbern, ein großräumiges Umgehen der Herde erfolgen sollte.

 

Diese Information wurde von den Naturfreunden schon im Jahr 2018, im Folder „Weidetiere auf Almen“ so publiziert.

 

Siehe unter: https://www.naturfreunde.at/files/uploads/2018/06/Naturfreunde_Folder_Weidetiere_WEB.pdf

 

Verfasst von Doris Zucalli

HandsOffNature-Petition!!

 

 

Mächtige umweltschädliche Industrien und politische Gruppen mit Eigeninteressen sind auf der Mission Umweltgesetze abzubauen - unsere Gesundheit und Zukunft gegen ausländischen Profit und Macht zu tauschen.

 

Diese rücksichtslosen Angriffe gefährden unseren Zugang zu sauberem Trinkwasser, erschwinglichen Lebensmitteln, sauberer Luft und erhöhen die Verschmutzung im Zusammenhang mit Krebs, Atemwegserkrankungen und anderen ernsthaften Gesundheitsrisiken. Wenn der Schutz der Natur geschwächt ist, leidet jeder. Ohne Ausnahme.

Deshalb haben Naturschutzorganisationen vom Europäischen Umweltbüro die Petition HandsOffNature gestartet.

 

Wir brauchen dich jetzt zu handeln und deine Stimme! Wir fordern, dass die europäischen Staats- und Regierungschefs die grundlegenden Gesetze verteidigen, die Menschen und Natur dienen, nicht den Interessen der Umweltverschmutzer.

 

Ich bitte euch, diese Petition zu unterzeichnen: https://www.cipra.org/en/news/when-nature-loses-we-all-lose

 

 

LG aus Dornbirn

Doris Zucalli

Angebotssuche