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Hitze am Berg: Wichtige Tipps für sichere Sommertouren

Die aktuelle Hitzewelle sorgt nicht nur im Tal für hohe Temperaturen, sondern stellt auch Bergsportlerinnen und Bergsportler vor besondere Herausforderungen. Ob Wandern, Mountainbiken, Trailrunning oder Klettern – die Naturfreunde Kärnten empfehlen, Tourenplanung und Verhalten am Berg an die sommerlichen Bedingungen anzupassen.

 

Der wichtigste Tipp lautet: früh starten. Idealerweise beginnt die Tour bereits mit dem ersten Tageslicht. So lassen sich die heißesten Stunden des Tages vermeiden und gleichzeitig das Risiko von nachmittäglichen Wärmegewittern reduzieren.

 

Ebenso wichtig ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Bei längeren Aktivitäten sollten neben Wasser auch isotonische oder elektrolythaltige Getränke eingeplant werden, um den Verlust von Mineralstoffen auszugleichen. Bei besonders langen Belastungen können zusätzliche Elektrolyte sinnvoll sein.

Besonderes Augenmerk gilt dem Sonnenschutz. Die UV-Strahlung ist in den Bergen deutlich stärker als im Tal. Eine Kopfbedeckung, Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor und eine hochwertige Sonnenbrille gehören daher zur Grundausstattung jeder Sommertour.

 

Bei der Tourenauswahl empfehlen die Naturfreunde Kärnten derzeit schattige Waldwege, Schluchten und Routen entlang von Bächen und Gewässern. Besonders angenehm sind beispielsweise die Tscheppaschlucht, die Raggaschlucht oder der Liebenfelser Wasserweg. Grundsätzlich bieten Wald und Wasser an heißen Tagen deutlich angenehmere Bedingungen als lange Anstiege über der Baumgrenze.

Auch Kletterer, Mountainbiker und Trailrunner sollten ihre Aktivitäten anpassen. Nordseitige Kletterrouten oder Klettersteige in Wassernähe, wie etwa der Fallbach-Klettersteig, bieten oftmals deutlich bessere Bedingungen als sonnige Südwände.

 

Die Naturfreunde empfehlen außerdem, bei großer Hitze möglichst nicht alleine unterwegs zu sein. In der Gruppe können erste Anzeichen von Dehydrierung oder Überhitzung frühzeitig erkannt werden. Ein regelmäßiger Partner-Check kann im Ernstfall entscheidend sein.

Sollten Symptome wie Schwindel, starke Kopfschmerzen, Übelkeit oder Bewusstseinsstörungen auftreten, ist rasches Handeln gefragt: Betroffene Personen sofort in den Schatten bringen, kühlen und gegebenenfalls die Bergrettung unter 140 verständigen.

 

Passend zur aktuellen Wetterlage veranstalten die Naturfreunde Kärnten einen Workshop zum Thema „Richtige Ernährung bei Hitze und Flüssigkeitsmanagement“ mit Sportwissenschafter Werner Sturm.

Die Naturfreunde Kärnten wünschen allen Bergsportlerinnen und Bergsportlern einen sicheren Sommer am Berg und erinnern daran: Der Gipfel läuft nicht davon – Sicherheit geht immer vor.

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