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Zwei Euro für eine zukunftsfitte Infrastruktur

Jeder Euro des Infrastrukturbeitrags hilft, Naturfreunde-Einrichtungen zukunftsfit zu machen. Im Folgenden wird gezeigt, wie diese Mittel bereits erfolgreich eingesetzt wurden.

Text: DIin Regina Hrbek, Leiterin der Abteilung Natur-, Umweltschutz und Hüttenmanagement der Naturfreunde Österreich

 

Die Naturfreunde stehen schon seit Generationen für Gemeinschaft, Naturerlebnis, Sport und nachhaltige Freizeitgestaltung. Damit all das möglich bleibt, braucht es eine funktionierende und sichere Infrastruktur: Hütten und Häuser, Kletterhallen, Bootshäuser, Wege und viele weitere Einrichtungen, die von den Mitgliedern das ganze Jahr über genutzt werden. Die Erhaltung und Modernisierung dieser Infrastruktur stellen die Naturfreunde jedoch vor immer größere finanzielle Herausforderungen. Steigende Kosten für Bau- und Sanierungsmaßnahmen, gesetzliche Auflagen sowie laufende Instandhaltungsarbeiten erfordern zusätzliche Mittel, um die Qualität und Sicherheit aller Einrichtungen auch in Zukunft gewährleisten zu können.

 

Aus diesem Grund wurde 2024 ein zweckgebundener Infrastrukturbeitrag von jährlich 2 Euro pro Mitglied ab dem 19. Lebensjahr eingeführt, der über den Mitgliedsbeitrag eingehoben wird. Der Infrastrukturbeitrag fließt ausschließlich in die Erhaltung, Verbesserung und Weiterentwicklung der Naturfreunde-Infrastruktur. Mit ihm sollen insbesondere jene Naturfreunde-Hütten unterstützt werden, die keine Fördermittel erhalten. Von den rund 130 Hütten betrifft dies 72 Häuser, deren Erhaltung und notwendige Investitionen ausschließlich durch Eigenmittel finanziert werden müssen. Die Infrastrukturbeiträge reduzieren den Eigenmittelanteil der Ortsgruppen deutlich, was die Finanzierung nötiger Maßnahmen erleichtert.

 

 

Sanieren, modernisieren, neue Angebote schaffen

Wie vielfältig die Investitionen sind, zeigen die folgenden Beispiele.

Das Oskar-Schauer-Haus in der Steiermark bekam ein dringend benötigtes neues Dach. Durch die nun vorhandene dicke Isolierung bleibt es in den Zimmern im Winter warm, im Sommer wird es in den Räumen nicht so heiß. Damit wurde ein weiterer Schritt in Richtung Energieeffizienz und Nachhaltigkeit gesetzt.

Beim Weichtalhaus im Höllental in Niederösterreich wurde mit dem neuen Rottensteiner Klettersteig ein attraktives Angebot für Klettersteiggeher*innen geschaffen. Der Steig verläuft entlang des nördlichen Ufers der Schwarza und bietet zwei Varianten mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Eine zusätzliche Infrastruktur ermöglicht künftig sogar den Einsatz eines Flying Fox für Kletterkurse. Benannt wurde der Steig nach dem ehemaligen langjährigen Hüttenwirt Manfred Rottensteiner.

 

Mittel aus dem Infrastrukturbeitrag wurden auch für die Kletterhalle in Fürstenfeld bereitgestellt, die von den Naturfreunden Steiermark übernommen wurde, da der vorherige Betreiber die Halle aus wirtschaftlichen Gründen hatte schließen müssen. Um den langfristigen Betrieb der beliebten Kletterhalle sicherzustellen, waren im Zuge der Übernahme umfangreiche Investitionen erforderlich. Die Naturfreunde Steiermark eröffneten die nun topausgestattete Kletterhalle im November 2024.

 

Auch in die Ausstattung des Wallerseehauses der Naturfreunde Salzburg, das malerisch am Nordufer des Wallersees liegt, wurde weiter investiert: Im Rahmen der Modernisierung wurde eine zeitgemäße Infrarotheizung installiert. Diese ergänzt die bestehenden Nachtspeicheröfen, entlastet das bisherige Heizsystem und sorgt für zusätzlichen Komfort.

 

Beim Schutzhaus Hochanger der Naturfreunde Bruck an der Mur wurde die Photovoltaikanlage saniert und erweitert. Damit wird die nachhaltige Eigenstromversorgung erhöht, und der CO₂-Ausstoß sowie die Energiekosten werden langfristig reduziert.

 

Auch die Eisenstädter Seehütte am Neusiedler See wurde mit dem Infrastruktureuro unterstützt. Die idyllisch in der Ruster Bucht gelegene Selbstversorgerhütte ist ein beliebtes Ausflugsziel und begeistert mit ihrer einzigartigen Lage direkt am Wasser. Das großzügige Plateau vor der Hütte, das zum Baden, Entspannen und Sonnen einlädt, wurde umfassend erneuert. Damit steht erholsamen Stunden am See auch in Zukunft nichts im Wege.

 

Die Beispiele zeigen:

Mit dem Infrastrukturbeitrag von 2 Euro leistet jedes Mitglied einen wertvollen Beitrag zum Erhalt jener Einrichtungen, die das Herzstück der gemeinsamen Aktivitäten bilden. Herzlichen Dank für diese Unterstützung!

Das Dach des Oskar-Schauer-Hauses musste dringend saniert werden.
Die Erneuerung des Anlegestegs der Eisenstädter Seehütte konnte mit dem Infrastruktureuro finanziell unterstützt werden.
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