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Alpine Infrastruktur: Wir brauchen deine Hilfe

Die Hütten und das Wegenetz sind die tragenden Säulen des Wander- und Bergsteigertourismus in Österreich. Mit einer Spende kannst du helfen, die ausgezeichnete alpine Infrastruktur in Österreichs Bergen zu erhalten.

 

Text: DIin Regina Hrbek, Leiterin der Abteilung Natur-, Umweltschutz und Hüttenmanagement, und Mag. Günter Abraham, Bundesgeschäftsführer der Naturfreunde Österreich

 

Die alpinen Vereine haben in der zweiten Hälfte des 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit dem Bau von Hütten und Wegen den Grundstein für den Alpintourismus und für das „wanderbare“ Österreich gelegt. Mit großem finanziellem Einsatz pflegen und erhalten sie seither die alpine Infrastruktur und bieten damit allen Bergsteigerinnen und Bergsteigern sowie sonstigen erholungsuchenden Menschen sichere, freudvolle und gesunde Naturerlebnisse. Die Hütten geben Schutz bei Schlechtwetter und sind bei Rettungseinsätzen unverzichtbare Stützpunkte.

Die vielen Naturfreunde-Mitglieder ermöglichen mit ihrem Mitgliedsbeitrag die Bewältigung vieler Vereinsaufgaben. Viele Funktionärinnen und Funktionäre der Naturfreunde erbringen beim Hütten- und Wegebau jährlich zigtausende unbezahlte Arbeitsstunden. Ohne diese unentgeltlichen Leistungen wäre die Pflege der alpinen Infrastruktur gar nicht möglich. Beim Erhalt der 135 Naturfreunde-Hütten und Tausender Kilometer an Wegen sind die Naturfreunde allerdings auch auf öffentliche Förderungen und Spenden angewiesen.

 

 

Die Erhaltung von Hütten ist kostenintensiv

Hüttengäste haben zunehmend höhere Komfortansprüche, vor allem was die Privatsphäre und Kulinarik anbelangt. Die Naturfreunde möchten diesen Ansprüchen gerecht werden und arbeiten unermüdlich daran, ihre Hütten optimal zu erhalten. In den letzten Jahren haben die Naturfreunde in ihre Hütten einige Millionen Euro investiert: in die Errichtung von Solar- und Photovoltaikanlagen sowie in Wärmedämmung und umweltgerechte Abwasserentsorgung.

 

Viele Naturfreunde-Hütten sind 70 bis 110 Jahre alt. Sie liegen oft sehr exponiert und sind das ganze Jahr über extremen Wetterbedingungen ausgesetzt. Dringend notwendige Generalsanierungen gestalten sich oft als sehr aufwendig und kostspielig. Baumaßnahmen in den Bergen sind ca. 2,5-mal teurer als im Tal. Abgesehen davon sind die Kosten für die Erhaltung und den Betrieb der Hütten aufgrund immer strenger werdender Behördenauflagen in den letzten 20 Jahren um rund 40 Prozent gestiegen.

Dass die Erhaltung der alpinen Infrastruktur, die ja nicht nur von Mitgliedern der alpinen Vereine genützt wird, sondern allen erholungsuchenden Menschen offensteht, nicht ausschließlich von den hüttenbesitzenden Vereinen finanziert werden kann, hat auch der Staat erkannt. Er fördert dankenswerterweise seit Mitte der 1970er-Jahre Investitionen für Berghütten durch finanzielle Beiträge. Diese Förderung können aber nur Hütten in Anspruch nehmen, welche die umfangreichen vorgeschriebenen Kriterien erfüllen. Von den 135 Naturfreunde-Hütten erfüllen 72 diese Kriterien nicht und müssen ausschließlich über Eigenmittel erhalten werden.

 

Bei der Johann-Waller-Hütte in der Steiermark beispielsweise entsprachen weder das Lager im Dachgeschoss noch die Fluchtstiege den behördlichen Auflagen. Die Naturfreunde Graz mussten daher 2020 beträchtliche Geldmittel investieren, um die Hütte vor der Schließung zu bewahren. Eine große Hilfe waren Förderungen aus dem Österreichischen Programm für ländliche Entwicklung 2014–2020 (LE 14-20) und Tourismusförderungsmittel des Bundes. Dadurch konnte zwar ein Problem gelöst werden, viele andere notwendige Sanierungsarbeiten befinden sich aber in der Warteschleife, weil nur ein kleiner Bruchteil dessen vorhanden ist, was die Naturfreunde jährlich an Geld aufbringen müssten.

 

 

Die Instandhaltung von Wegen wird schwieriger

Durch den unermüdlichen Einsatz der ehrenamtlichen Wegereferentinnen und -referenten der Naturfreunde können viele Tausende Kilometer des österreichischen Wegenetzes benutzbar bleiben.

 

Ein Beispiel dafür ist der hochalpine Kammerschartenweg in Kaprun, den die Naturfreunde seit vielen Jahren betreuen. Eine Mure 2018 und eine Steinlawine 2019 verursachten erhebliche Schäden am Weg. Auslöser des Felssturzes war vermutlich tauender Permafrost. Nur durch die Unterstützung der Gemeinde Kaprun, des Tourismusverbandes Kaprun und der Naturfreunde Kaprun war es möglich, den Weg instand zu setzen und eine dauerhafte Sperre abzuwenden.

 

Die Erhaltung des Wegenetzes wird durch die sich ändernden klimatischen Bedingungen immer komplexer und problematischer. Zudem sind immer weniger Menschen bereit, in ihrer Freizeit ein Ehrenamt auszuüben.

 

Bei all diesen herausfordernden Bedingungen wird es für die Naturfreunde immer schwieriger, alle wichtigen Aufgaben in vollem Umfang wahrzunehmen.

Wir bitten um deine Spende

Bitte unterstütze die Naturfreunde mit einer Spende und sorge so dafür, dass die ausgezeichnete alpine Infrastruktur mit ihren Hütten und ihrem hervorragenden Wegenetz dauerhaft erhalten werden kann.

 

Spendenkonto: BAWAG/PSK, IBAN: AT50 6000 0000 0238 3220, BIC: BAWAATWWXXX

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2020 wurde das Leopold Happisch-Haus der Naturfreunde Salzburg mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet.
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