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Verantwortung für Natur, Menschen und Regionen

Wanderwege sind weit mehr als schmale Pfade durch Wald und Gebirge. Sie verbinden Menschen mit der Natur, erschließen Landschaften und ermöglichen sichere Naturerlebnisse. Gleichzeitig sind sie ein wichtiger Bestandteil der Freizeit- und Tourismusinfrastruktur in Österreich.

Die Naturfreunde Österreich betreuen seit vielen Jahrzehnten ein weit verzweigtes Netz an Wanderwegen und Pfaden. Als zweitgrößter alpiner Verein des Landes übernehmen wir Verantwortung für Planung, Markierung, Erhaltung und Weiterentwicklung zahlreicher Wege – in enger Zusammenarbeit mit Gemeinden, Ländern, Tourismusorganisationen und weiteren Partnern.

 

Unser Ziel ist klar: Menschen einen sicheren, verantwortungsvollen und nachhaltigen Zugang zur Natur zu ermöglichen.

 

Mehr als Wege – Infrastruktur für ganz Österreich

Ein gut ausgebautes Wanderwegenetz ist die Grundlage für einen erfolgreichen Wandertourismus. Es verbindet Ortschaften mit Almen, Gipfeln und Naturattraktionen, schafft Orientierung und macht Landschaften für Einheimische wie Gäste gleichermaßen erlebbar.

Doch Wanderwege leisten noch weit mehr. Sie fördern die regionale Wertschöpfung, stärken ländliche Regionen und lenken Besucherinnen und Besucher gezielt durch sensible Naturräume. Damit tragen sie nicht nur zur Erholung bei, sondern auch zum Schutz der Natur.

Solange Wege gut markiert und gepflegt sind, werden sie oft als selbstverständlich wahrgenommen. Tatsächlich steckt hinter jedem Weg ein erheblicher organisatorischer und ehrenamtlicher Aufwand.

 

Ehrenamt macht den Unterschied

Das Fundament unserer Wegearbeit ist das Ehrenamt. In ganz Österreich engagieren sich Wegewartinnen, Wegewarte und Funktionärinnen und Funktionäre mit großem Einsatz für "ihre" Wege.

Sie kontrollieren Wegabschnitte, erneuern Markierungen, ersetzen beschädigte Wegweiser, dokumentieren Schäden und führen kleinere Instandsetzungsarbeiten durch. Jahr für Jahr investieren sie unzählige Stunden ihrer Freizeit, damit andere sicher in den Bergen unterwegs sein können.

 

Während viele Menschen am Wochenende eine Wanderung genießen, sind unsere Wegewarte oft mit Farbkübel, Werkzeug oder Motorsäge im Gelände unterwegs. Ihre Arbeit bleibt meist unsichtbar – und genau deshalb verdient sie besondere Anerkennung.

Ohne dieses ehrenamtliche Engagement wäre ein flächendeckendes Wanderwegenetz in Österreich nicht denkbar.

 

Unser Auftrag

Seit der Gründung der Naturfreunde setzen wir uns für den freien und verantwortungsvollen Zugang zur Natur ein. Wegearbeit bedeutet für uns deshalb weit mehr als technische Instandhaltung. Sie ist ein gesellschaftlicher Auftrag.

Gemeinsam mit Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern, Gemeinden, Behörden und Tourismusorganisationen arbeiten wir daran, bestehende Wegverbindungen langfristig zu sichern und dort weiterzuentwickeln, wo es sinnvoll und notwendig ist.

So schaffen wir die Grundlage dafür, dass auch kommende Generationen die österreichische Bergwelt sicher erleben können.

 

„Berg frei!“ – mehr als ein Gruß

Der Gruß „Berg frei!“ begleitet die Naturfreunde seit ihrer Gründung. Er steht für unsere Überzeugung, dass Natur für alle Menschen zugänglich sein soll – unabhängig von Herkunft, Einkommen oder sozialem Hintergrund.

Gleichzeitig erinnert er daran, dass Freiheit immer auch Verantwortung bedeutet. Wer in den Bergen unterwegs ist, bewegt sich in einem sensiblen Naturraum. Respekt gegenüber der Natur, Rücksicht auf andere und ein verantwortungsvoller Umgang mit der alpinen Umwelt gehören deshalb untrennbar zum Naturerlebnis.

 

„Berg frei!“ ist für uns weit mehr als eine Tradition. Es ist Ausdruck unserer Werte – Offenheit, Gemeinschaft und Verantwortung für die Natur.

 

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Naturfreunde Österreich
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