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Fair zur Natur im Juni

Fridays for Future

 

“Handelt endlich, damit wir eine Zukunft haben!” Vor etwa einem Jahr fingen die Schülerproteste gegen die globale Umweltverschmutzung in Schweden an, inzwischen streiken Schüler auch in Ländern wie China, Syrien, Indien und auch bei uns in Österreich gegen die aktuelle Klimapolitik. Zuerst wurden sie belächelt, doch schön langsam zeigen die Proteste ihre Wirkung.

Greta Thunberg hat es faustdick hinter den Ohren. Sie ist mit ihren zarten 16 Jahren die wohl bekannteste und vielleicht auch hartnäckigste Klimaaktivistin der Gegenwart. Am 20. August 2018 - also fast vor einem Jahr - hat sie damit begonnen, für den Klimaschutz zu demonstrieren. Ihr Motivator war und ist ihr großes Herz für Tiere und die Umwelt. Als sie 8 Jahre alt war, hörte sie im Unterricht zum ersten Mal vom Klimawandel, der von uns Menschen verursacht wird. Sie sah Bilder von hungernden Polarbären auf schmelzenden Polkappen und gestrandeten Walen, die kiloweise Müll in sich trugen. Dass die Erwachsenen nichts dagegen tun und die Augen vor diesen traurigen Tatsachen verschließen, machte sie unendlich traurig. So hat sie beschlossen, die Sache selbst in die Hand zu nehmen.

 

 

Streik!

 

3 Wochen lang verweigerte sie den Unterricht, stattdessen saß sie täglich vor dem schwedischen Reichstagsgebäude in Stockholm. Ihre Message auf dem selbstgebastelten Schild war klar: “Skolstreijk för klimatet” (zu Deutsch: Schulstreik fürs Klima). Etwa einen Monat später, am 8. September 2018, kündigte das Mädchen an, dass sie den Schulstreik so lange fortsetzen würde, bis die Klimapolitik Schwedens den Grundsätzen des Pariser Klimaabkommens entspricht, denn laut Greta haben die politisch Verantwortlichen versagt und damit die Zukunft der Menschheit aufs Spiel gesetzt.

 

Ihre Hartnäckigkeit hat sich bezahlt gemacht und es wurden immer mehr Menschen auf sie aufmerksam. So fand Greta weltweit viele Anhänger - vor allem Schüler, die sich schließlich miteinander vernetzten und die Protestaktion “Fridays for Future” starteten. Die Schüler wenden sich bei dieser Protestaktion, die jeden Freitag statt des Unterrichtes stattfindet, gegen das Versagen der Politiker gegenüber dem menschengemachten Klimawandel.

 

Für die Schüler ist klar: Sie richten sich nicht gegen die Schule oder gegen ihre Lehrer, sondern sie wollen zum Handeln ermahnen. Man brauche nicht für eine Zukunft zu lernen, die nicht lebenswert ist und der Klimawandel wartet vermutlich auch nicht auf den Schulabschluss. Die Kernforderung ist: „Handelt endlich – damit wir eine Zukunft haben!“

 

 

 

FFF Austria

 

Auch die Fridays for Future Bewegung in Österreich hat ihre Ziele klar formuliert:

Wir sind eine von der Jugend ausgehende Bewegung, die alle Menschen anspricht und zusammenbringt.

Unser Ziel ist die Einhaltung des 1,5°C-Ziels des Pariser Klimaabkommens und globale Klimagerechtigkeit.

Wir verstehen uns als selbstorganisiert und parteiunabhängig. Alle Menschen, die mit unseren Zielen und Forderungen übereinstimmen, haben in unserer Bewegung Platz.

Lokal geben wir uns die Form, die jeweils den örtlichen Gegebenheiten entspricht.

Wichtig ist uns, dass wir auf allen Ebenen (lokal - national), in demokratischen, grundsätzlich transparenten und offenen Strukturen arbeiten.

Wir lassen uns nicht von Organisationen und Parteien vereinnahmen.

Wir sind eine gewaltfreie Bewegung.

 

 

Erste kleine Erfolge

 

Immerhin, Klimaschutz wird nun auch innerhalb der Politik immer wichtiger. Ob den Politikern die Umwelt tatsächlich so am Herzen liegt oder ob sie damit nur auf Stimmenfang gehen, ist noch nicht ganz klar, denn bis jetzt wurde seitens der Politik noch nichts konkretes umgesetzt. Obwohl es ein sehr positives Beispiel zu erwähnen gibt: Der Bürgermeister von Michaelerberg-Pruggern in der Steiermark hat kürzlich den Klimanotstand für seine Gemeinde ausgerufen. Ein Zeichen. Immerhin.

Jetzt gilt es, die ambitionierten Forderungen der Jugend auf den Boden zu bringen. Tun können wir alle etwas dafür. Indem wir etwa unsere Konsumgewohnheiten ändern. Mehr darauf achten, was wir kaufen, woher es kommt, wie es verpackt ist. Dass wir mit unseren Ressourcen wie Strom und Wasser sparsam umgehen. Leider enden ambitionierte Ideen oft dort, wo Konsumgewohnheiten beschnitten werden. Umso mehr müssen wir nun etwas tun - denn viel ist es ja eigentlich nicht - um die Zukunft unserer Kinder und Enkel lebenswert zu machen.

 

 

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