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Hilfe für Nepal

Die Naturfreunde und die Hilfsorganisation „Children of the Mountain Austria“ errichten in Nepal bereits seit Jahren mithilfe von Spenden erdbebensichere Schulen. Im April 2022 konnte wieder eine neue Schule eröffnet werden.

 

Die Naturfreunde unterstützen bereits seit 2013 die Schulprojekte von „Children of the Mountain Austria“, einer gemeinnützigen Organisation, die sich um die ärmsten Kinder im ländlichen Nepal kümmert und ihnen durch Bildung Chancen für die Zukunft eröffnen möchte. Ernst Dullnigg, Geschäftsführer der Naturfreunde Niederösterreich, war schon oft in Nepal, um sich über die Fortschritte der Schulprojekte zu informieren und beim Aufbau von Schulen zu helfen. Dank seines unermüdlichen Engagements haben die Naturfreunde bereits mehr als 300.000 Euro gesammelt, die in Schulprojekte investiert wurden. Zur Erinnerung: Im April 2015 zerstörte ein starkes Erdbeben in der nepalesischen Region Gorkha fast 80 Prozent der Schulen. Mit dem gespendeten Geld wurden neue Schulen erdbebensicher gebaut und so ausgestattet, dass wieder alle Kinder in die Schule gehen können.

 

 

Trekking

Vom 15. bis 30. April 2022 war Ernst Dullnigg mit einer zehnköpfigen Reisegruppe wieder in Nepal unterwegs. Unter der Devise „Schule bauen - Everest schauen“ unternahm man zuerst eine Trekkingtour und wanderte zum Ort Namche Bazar (3450 m), dem Zentrum der Sherpas, und besuchte in Khumjung das Hillary-Denkmal (4000 m). Auf den darauffolgenden Tagen standen in Thamo (3800 m) die Besichtigungen von zwei buddhistischen Klöstern am Programm.

 

Eine Schuleröffnung & ein Spatenstich

Im zweiten Teil der Reise fuhr man mit Geländewagen über teils abenteuerliche Straßen in die Region um Bandipur, um in Kalchowk an der feierlichen Eröffnung der „Jal Devi School“ teilzunehmen. Die für fünf Klassen konzipierte Schule wurde bereits 2021 fertiggestellt.

Über eine extrem schlechte Straße ging es von Arughat im Geländewagen vier Stunden zum nächsten Ziel der Reise: zum Dorf Yarsha (1900 m), wo der Spatenstich für die „Basic School Shree Surya Devi“ erfolgte. An der Feier nahmen auch Manfred Fink, Thomas Engl und Helmuth Fröstl vom Fußballverein Kirchberg an der Pielach teil. Sie hatten im August des Vorjahres bei einem Benefizfußballspiel gegen die Rapid-Legenden rund 12.000 Euro gesammelt, die in den Bau dieser Schule fließen werden. Der Bau der Schule kostet 74.000 Euro und wird von der Organisation „Pahar Trust Nepal“ mit lokalen Firmen errichtet. Damit sichert man in der Region auch Arbeitsplätze.

 

16 Schulen und 30 Kindergärten errichtet

Bis jetzt haben der Verein „Children of the Mountain Austria“ und die Naturfreunde Niederösterreich 16 erdbebensichere Schulen bauen und 50 Klassenräume einrichten lassen. In den Schulen von „Children of the Mountain Austria“ werden täglich mehr als 2000 Kinder unterrichtet. Das Lehrpersonal und den Lehrplan stellt das nepalesische Unterrichtsministerium. Zusätzlich konnte man 30 neue Kindergärten schaffen.

 

Mädchen fördern

Die Gastfreundschaft der Menschen, die strahlenden Augen der Kinder – wenn man all das einmal selbst vor Ort erlebt hat, weiß man, wie wichtig das Engagement der Naturfreunde in Nepal ist.

 

„Durch den Bau unserer Schulen wird auch den Ärmsten der Armen der Zugang zu einer umfangreichen Bildung und damit einer guten Zukunft ermöglicht“, betont Ernst Dullnigg. „Vor allem die Mädchen in diesen Bergdörfern profitieren von unserer Arbeit, denn in unseren Schulen gilt das ‚Girls-First‘-Prinzip; Mädchen sind in der nepalesischen Gesellschaft noch immer nicht gleichberechtigt und haben es dadurch oft noch schwerer als die Jungs.“

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Naturfreunde helfen in Nepal

Am 25. April 2015 brach für viele Nepalesen im wahrsten Sinne des Wortes die Welt zusammen. Ein schweres Erdbeben erschütterte den Himalayastaat und machte ganze Dörfer dem Erdboden gleich. Das Epizentrum lag rund 80 Kilometer nordwestlich von Kathmandu - in der Region Tandrang. Genau dort, wo die Naturfreunde zusammen mit den Children of the Mountain einige Monate zuvor eine Schule errichtet hatten. Ebendiese war als einziges Gebäude im Ort einigermaßen unbeschadet erhalten geblieben. Auch Nachbeben, darunter ein besonders schweres am 12. Mai, konnten dem Bau nichts anhaben. Im Rest des Ortes Darme und auch in den umliegenden Dörfern blieb indes kaum ein Stein auf dem anderen.

 

Im Epizentrum des Bebens

Im Dezember 2015, etwas mehr als ein halbes Jahr später, da die Weltöffentlichkeit das Interesse an der Katastrophe längst verloren hat, begab sich eine kleine Naturfreunde-Delegation auf Lokalaugenschein. Mit dabei war auch ein Kamerateam, das die Eindrücke filmisch festhielt und diese bei verschiedenen Fernsehsendern und beim Bergfilmfestival präsentiert hat.

 

Die Reise führte von Kathmandu über teilweise unwegsame Straßen ins zerklüftete Tandrang-Gebiet. Schon im ersten Dorf Sankhar konnten wir sehen, wie massiv die Zerstörungen durch das Beben waren: Häuser, die inzwischen zum Teil notdürftig ausgebessert waren, von denen aber viele immer noch Schutthalden glichen. Schulen, die notdürftig ausgebessert und mit provisorischen Dächern versehen, dennoch genutzt wurden und den Schülern nun Unterricht „im Freien“ boten. Und schließlich Menschen, die immer noch in Behelfsunterkünften leben mussten - ohne sanitäre Anlagen, ohne Strom, zeitweilig gänzlich abgeschnitten vom Rest der Welt. Was den Menschen blieb, sind ihre Gärten, in denen alles wächst, was sie zum Leben brauchen. Der Naturfreunde-Delegation boten sie in allen Orten einen herzlichen Empfang, stets bereit, das Wenige, das sie hatten, mit den Gästen zu teilen.

 

Hilfslieferung für 75 Kinder nach Darme

Darme, das Dorf, in dem unsere Naturfreundeschule errichtet worden war, liegt an einem steilen Berghang. Unsere Schule hat das Erdbeben ohne Schaden überstanden. Die Schule bot den Bewohnern in den Tagen nach dem Beben eine erste sichere Unterkunft. Heute werden hier nicht nur die Kinder aus Darme selbst, sondern auch Schüler aus den umliegenden Dörfern unterrichtet, in denen nebst den Wohn- auch die Schulgebäude zerstört worden waren. Unsere kleine österreichische Naturfreundegruppe wurde sehr herzliche empfangen,  brachte für die 75 Kinder eine Hilfslieferung und durfte einige Schulstunden mit ihnen genießen.

 

Schuldorf Siddhakali völlig zerstört

Der weitere Reiseverlauf hat dann aber gezeigt, dass die Folgen des Bebens nicht so bald behoben sein werden. Besonders betroffen von den Verwüstungen ist der Schuldorf Siddhakali. Es liegt hoch oben in den Bergen auf einer Passhöhe. Die Straße ist nur bis knapp unterhalb des Ortes einigermaßen gefahrlos befahrbar. Baumaterialien müssen zu Fuß hierher geschleppt oder - und das wollen wir nach Möglichkeit organisieren - per Hubschrauber eingeflogen werden. Der Wiederaufbau ist hier Schwerstarbeit und wird in Zusammenarbeit mit Children of the Mountain und dem nepalesischen Bildungsministerium durchgeführt. Im Frühjahr 2016 wollen die Naturfreunde im Rahmen einer geführten Trekking-Tour dabei auch selbst mit anpacken.

 

Täglich zu Fuß kommen in dieses Schuldorf aus der ganzen Region Tandrang ca. 650 Jugendliche. Alle Häuser sind vollkommen zerstört oder schwer beschädigt. Die Menschen hier haben nicht nur kein Dach mehr über dem Kopf, ihnen fehlt es an allem. Dies ist der Grund, weshalb die Naturfreunde ihre weitere Unterstützungsarbeit vor allem auf den kleinen Ort Siddhakali konzentrieren werden. Die gesamten Schäden einigermaßen reparieren zu können, würde die Kapazitäten jedweder Hilfsorganisation überfordern. Es kann also nur darum gehen, punktuell Hilfe zu leisten, die Schulen und somit die Bildung den Bewohnern in Tandrang zurückzugeben. Naturfreunde und Children of the Mountain bemühen sich, in diesem Sinne den gastfreundlichen Menschen aus Tandrang wieder Hoffnung zu vermitteln.

 

Die sich reichenden Hände im Naturfreundeloge werden zum Symbol unserer Solidarität!

 

Berg frei und Namaste

 

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Die Naturfreunde Österreich und die Hilfsorganisation Children of the Mountain organisieren eine große Spendenaktion für die Erdbebenopfer im Bergdorf Tandrang nahe Kathmandu. Es soll Geld für Nothilfe-Lieferungen, ein Wintercamp und den Wiederaufbau des zerstörten Bergdorfes gesammelt werden. Um dieses Projekt voranzutreiben, haben sich nun auch einige Persönlichkeiten aus Sport, Politik und Kultur bereit erklärt, ehrenamtlich zu helfen.

Obwohl Nepal vor allem für Wanderer ein interessantes Reiseziel darstellt, haben die Einwohner des Landes davon bis jetzt nur wenig profitiert. Vor allem in den Bergdörfern herrscht trotz des regen Tourismus nach wie vor große Armut. Bereits seit 2 Jahren sind die Naturfreunde NÖ gemeinsam mit der Hilfsorganisation Children of the Mountain in Nepal tätig, um den Menschen dort zu helfen. Mit der Kampagne „Klettern für Kathmandu“ konnten bisher über 10.000,- € gesammelt werden. Dieses Geld wurde vor allem in den Bau von Schulen und Kindergärten investiert. Dass sich die Investition in hochwertige und erdbebensichere Baustoffe gelohnt hat, wurde nach der furchtbaren Erdbebenkatastrophe vom 25. April 2015 sichtbar. Brian und John Matthews von den Children of the Mountain haben berichtet, dass diese Gebäude die einzigen im Dorf sind, die nicht zerstört wurden. Deshalb dienen sie nun als Notunterkünfte.

 

Das Beben hinterließ in Tandrang eine Spur der Verwüstung, den Menschen mangelt es an medizinischer Erstversorgung und Obdach. Alle 4 Mitarbeiter von Children of the Mountain in Kathmandu, welche das Beben überlebt haben konnten schon nach Tandrang  vordringen.  Da sich die meisten Hilfsorganisationen jedoch auf die Versorgung der Stadt Kathmandu konzentrieren, ist es unmöglich, einen Transport-LKW zu bekommen, um den Menschen in Tandrang zu helfen.

 

Hilfskonzept der Naturfreunde & Children of the Mountain

Deshalb versuchen die Children of the Mountain nun unermüdlich, den Menschen vor Ort zu helfen, sie mit dem Nötigsten zu versorgen. Gemeinsam mit den Naturfreunden ist außerdem eine Soforthilfe-Aktion in Planung. Es sollen Nothilfe-Lieferungen nach Tandrang gebracht werden: Schlafsäcke, Decken, Zelte, Medikamente. Auch das Dorf soll mit erdbebensicheren Baustoffen wieder aufgebaut werden - vorausgesetzt, es können genügend Spendengelder gesammelt werden.

 

Der Aufbau des Dorfes wird erfahrungsgemäß 3 bis 5 Jahre in Anspruch nehmen. Die Naturfreunde und Children of the Mountain planen deshalb auch ein bebensicheres Wintercamp, damit die Menschen in Tandrang den kommenden Winter überstehen können.

 

Ziele: 2015 bis 2018

  • Hilfslieferung nach Tandrang im Juli 2015
  • Bezugsfertiges Wintercamp in Tandrang  im Nov. 2015
  • In der Bergregion Tandrang haben alle 7.000 Einwohner eine menschengerechte Unterkunft - bis 2017!

 

Die Naturfreunde NÖ haben in den letzten Jahre, in Zusammenarbeit mit Children of the Mountain, in Nepal 6 Schulen gebaut. Genau im Erdbebenzentrum in der Bergregion Tandrang. Alle 6 Häuser haben das Beben unbeschadet überstanden und dienen jetzt als Notunterkunft und Versorgungsstelle. In der Bergregion in der Nähe des Manaslu leben 7000 Menschen und fast alle Häuser sind zerstört. Die Naturfreunde Österreich starten jetzt eine Hilfsaktion für diese Menschen. Die Hände im Naturfreunde Logo sollen wieder einmal zum Symbol unserer Solidarität werden! Bitte unterstütze diese Aktion. Vielen Dank!

Testimonials zur Unterstützung

Um diese Kampagne ins Rollen zu bringen, haben sich nun einige Persönlichkeiten aus Sport, Politik, Kunst, Kultur und Wirtschaft bereiterklärt, sich ehrenamtlich zu engagieren. Gerlinde Kaltenbrunner, Sepp Friedhuber, Heinz Zak, Hans Goger, Herbert Raffalt, Ernst Vitek vom Naturhistorischen Museum oder Hans Thurner haben ihre Hilfe bereits zugesagt, weitere werden folgen.

Spendenkonto Nepalhilfe

Kindern in Nepal eine Zukunft schenken!

Viele Persönlichkeiten aus Sport, Politik, Kunst, Kultur und Wirtschaft unterstützen die Nepalhilfe der Naturfreunde: u. a. Gerlinde Kaltenbrunner, Sepp Friedhuber, Heinz Zak, Hans Goger, Herbert Raffalt, Hans Thurner und die Spieler der Rapid-Legenden. Wir freuen uns auch über deine Spende!

 

Naturfreunde Niederösterreich

Zweck/Referenz: Hilfe für Nepal/Projekt Naturfreunde Tandrang

 

IBAN:  AT37 1400 0278 10046550

BIC:    BAWAATWW

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Jeder Euro zählt!

Kontakt

Naturfreunde Niederösterreich

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Weitere Informationen

Nepal: (größer als Österreich und die Schweiz zusammen)

147.000 km²

27 Mill Einwohner (geschätzte 30 Mill)

 

Distrikt Gorkha: (ca. wie 4 Bezirke in NÖ)

3.700 km²

288.000 Einwohner

 

Bergregion Tandrang:

7.000 Einwohner

Wir danken folgenden Firmen für die freundschaftliche Kooperation und Unterstützung unserer Nepalhilfe:
Fotos der bereits seit 2015 laufenden Unterstützung der Hilfsorganisation Children of the Mountain in Nepal, bei der die Naturfreunde Niederösterreich über 300.000 € gesammelt haben.
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Portrait-Foto

Gerlinde Kaltenbrunner

Extrembergsteigerin und Mitglieder der Naturfreunde Alpinistengilde
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Heinz Zak

Extremkletterer, Bergführer, Fotograf, Vortragender
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Sepp Friedhuber

Langjähriger Bergsteigerreferent bei den Naturfreunden Österreich, Vortragender, Fotograf, Organisator des Edelweiss-Bergfilmfestivals

Es ist ein Gebot der Stunde, einen Beitrag zur Linderung der Not in diesem armen, wunderschönen Land mit großartigen Menschen zu leisten. Alle gemeinsam können wir gezielt helfen Solidarität mit den Ärmsten der Armen zeigen. Die Hände im Naturfreunde Logo sollen wieder einmal zum Symbol unserer Solidarität werden.

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Herbert Raffalt

Staatlich geprüfter Berg- & Skiführer, Buchautor, Fotograf, Vortragender

Meine privilegierte Lage in Österreich verpflichtet mich geradezu zu helfen. Es ist selbstverständlich die Menschen in Nepal zu unterstützen, wo immer es geht. Vor vielen Jahren als ich noch Hüttenwirt war, habe ich einen Mann aus Nepal zur Unterstützung auf der Südwienerhütte gehabt. Daraus ist eine innige Freundschaft entstanden. Sonam ist heute immer noch in Österreich und arbeitet bei meinem Schwager auf der Gollinghütte.

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Hans Thurner

Staatlich geprüfter Berg- & Skiführer, Vortragender

Seit 25 Jahren reise ich nach Nepal. Dabei habe ich die Menschen, ihre Kultur und das Land schätzen gelernt. Jetzt, nach dem Erdbeben zu helfen und etwas zurück zu geben ist selbstverständlich!

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Hans Goger

Extrembergsteiger & Abenteurer, Buchautor

Ich versuche mit meinen Vorträgen oder mit der Publikumswanderung gemeinsam mit Gerlinde Kaltenbrunner, die am 18. Juni im Burgenland (8.000er Marsch, Start: 7:30 in Bad Tatzmannsdorf) stattfinden wird, so viel wie möglich diese wichtige Aktion zu unterstützen.

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