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Gruber/Scheele: Wegefreiheit für RadfahrerInnen

FreizeitsportlerInnen entkriminalisieren und Ganzjahrestourismus forcieren

St. Pölten, (SPI) - Mit einer Aktuellen Stunde unter dem Titel „Wald- und Forstwege für Radfahrer öffnen“ startet die SPÖ-Niederösterreich in die erste Landtagssitzung nach der Sommerpause. In einer Pressekonferenz, heute Donnerstag, informierten SPNÖ-Tourismussprecherin LAbg. Renate Gruber und NÖ Naturfreundevorsitzende LAbg. Mag. Karin Scheele: „Uns geht es einerseits darum, die RadfahrerInnen zu entkriminalisieren und allen Beteiligten Rechtssicherheit zu geben und andererseits soll durch eine Öffnung der Wald- und Forstwege der Ganzjahrestourismus in Niederösterreich forciert werden.“ 

 

„Radfahren ist nicht nur gesund und macht Spaß, sondern es ist vor allem ein ganz besonderer Tourismusfaktor. Die niederösterreichische Landschaft wäre geradezu prädestiniert, um eine wahres Mountainbike-Eldorado zu werden, doch durch die rechtliche Unsicherheit bei der Benutzung, etwa von Forststraßen, wird dieses Potential bislang nicht ausreichend genützt“, betonte dazu LAbg. Renate Gruber.

Trotz einer grundsätzlich guten Entwicklung des Tourismus in Niederösterreich gibt es nach wie vor starke saisonale wie auch regionale Schwankungen. „Gerade jetzt ist das Thema besonders aktuell, weil der Radtourismus eine gute Möglichkeit ist, die Saison für die Tourismusbetriebe, insbesondere auch in die Herbst- und Frühlingsmonaten, auszudehnen. Er wäre auch ideal geeignet, um einigen Regionen einen weiteren ‚Schub‘ zu geben, die bisher noch nicht so stark vom Tourismus profitieren konnten“, verdeutlicht Gruber. Auch in den alpinen Regionen würde eine Freigabe der Forststraßen eine Verlängerung der Saison erlauben, so die Mandatarin weiter: „In anderen europäischen Regionen, etwa Deutschland oder Italien, mit denen wir durchaus auch in touristischer Konkurrenz stehen, ist das Mountainbiken auf Forststraßen grundsätzlich erlaubt, eine Freigabe würde auch diesen Wettbewerbsnachteil beenden.“

 

„Nicht nur der Tourismus würde von einer Wegefreiheit profitieren, auch zahlreiche NiederösterreicherInnen sind betroffen. Insgesamt rund 160.000 LandesbürgerInnen sind mit dem Mountainbike unterwegs!“, macht LAbg. Mag. Karin Scheele deutlich.

 

Aber den derzeit 270 Strecken mit nur rund 5.000 Kilometern für MountainbikerInnen stehen rund 29.400 Kilometer Forst-, Güter und Agrarwege in NÖ entgegen. Eine Freigabe der Forstwege für MountainbikerInnen wird schon seit Langem diskutiert und von vielen SportlerInnen auch vehement gefordert. „Ein ganz entscheidender Punkt ist für uns, die RadfahrerInnen zu entkriminalisieren und den SportlerInnen Rechtssicherheit zu geben“, betont Scheele. „Zweifelsfrei müssen im Vorfeld alle Haftungsfragen geklärt werden. Es dürfen weder für die Wegeerhalter noch für die Benützer rechtliche Unsicherheiten entstehen. Außerdem versteht es sich quasi von selbst, dass sich die MountainbikerInnen im Wald an bestimmte Regeln halten müssen. Die Fair Play Regeln sind auf jeden Fall zu berücksichtigen“, so Scheele weiter. „Niederösterreich als Top-Destination für alle Radsportbegeisterten zu positionieren ist unser Anliegen. Wir haben alle Voraussetzungen um ein echtes Radparadies zu werden, dieses Potential sollten wir im Interesse der heimischen SportlerInnen und auch der Tourismuswirtschaft jedenfalls nutzen“, so Gruber und Scheele unisono.

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